Taunusstraße 2 b, 61267 Neu-Anspach Tel. 0 60 81 - 79 31 Fax. 0 60 81 - 4 36 86 Email: info(at)urban-schuetze.de Geschäftsführer: Thomas Schütze, HRB 8564, Amtsgericht Bad Homburg v.d.H. USt.-IdNr.: DE 195 347 962 |
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Die Firmengeschichte
Als Firmengründer ist der am 6.2.1866 geborene Reinhard Rühl anzusehen.
Er war von Beruf Küfer und hatte wohl bedingt durch seinen Beruf schon früh Verbindung
zu einer Brauerei. Er betrieb schon vor 1918 einen Getränkehandel zusammen mit dem Usinger
Herrn Schleich.
1919 beschloß er, sich selbständig zu machen und ein Geschäft in eigener Regie zu betreiben. Er war aber in seinem Vertrag mit Schleich zu einer Wartezeit verpflichtet, die bestimmte, daß der Ausscheidende sechs Jahre lang nicht auf dem gleichen Gebiet tätig werden durfte. Reinhard Rühl mußte daher bis 1924 warten, ehe er wieder als Bierverleger tätig werden konnte. Somit konnte die Firma Urban & Schütze im Jahr 1999 ihr 75-jähriges Firmenjubiläum feiern. In der Zwischenzeit arbeitete Reinhard Rühl wieder als Küfer. Mit der Gründung der Firma im Jahr 1924 übernahm er gleichzeitig die Vertretung der Brauerei Wahl in Braunfels und die Belieferung von Gaststätten in Anspach, Arnoldshain, Riedelbach, Niederlauken bis hin zum Roten Kreuz. Die Belieferung der Kunden erfolgte mit dem Pferdefuhrwerk. Da Reinhard Rühl über keine eigenen Stallungen verfügte, mußte er die Pferde beim Bauer Peter (Scholtese) einstellen. Später kamen sie dann zu Albert Roos (heutiges Anwesen Monika und Reinhold Haag), denn das war näher am Lager, dem Felsenkeller.
1928 trat der Schwiegersohn Ewald Urban mit in den Bierverlag ein und Reinhard Rühl überließ ihm die Geschäftsführung. Ewald Urban ersetzte das Pferdefuhrwerk durch einen LKW, um damit die Kunden schneller beliefern zu können. Zu der damaligen Zeit waren LKW etwas besonderes und da sie in großen Buchstaben den Namen der Brauerei W.& G.Wahl trugen, wurde die Familie Urban sehr bald mit diesem Namen gleichgesetzt. Die Anspacher kannten wohl den "Wahls Willi" oder "Wahls Martha", die Enkel von Reinhard Rühl, während sie bei Willi oder Martha Urban Schwierigkeiten hatten. Und diesen Spitznamen kennen auch heute noch viele. Das Unternehmen wuchs und die Kunden wollten nicht nur ihr Bier beim "Wahl" kaufen, sondern auch andere Getränke. Es wurden auch damals schon Privatkunden beliefert. Die kleinen Mengen wurden dann in Anspach auch mit dem Handwagen ausgefahren. Bereits seit 1930 besteht die Geschäftsbeziehung zur Firma Hassia-Sprudel in Bad Vilbel und seit 1938 zur Henninger Brauerei in Frankfurt am Main. Das Betriebsgelände war der Felsenkeller (wie er in Anspach genannt wird) in der Saalburgstraße. Dieser war allerdings von der Brauerei Wahl angemietet. So ein Eiskeller gehörte zur damaligen Zeit zu jedem Bierverlag, denn die Gastwirte wurden bei der Anlieferung des Bieres auch mit dem entsprechenden Kühlmittel, dem Eis, versorgt. Das Eis wurde im Winter auf stehenden Gewässern gewonnen (Eisweiher in Anspach) und mußte dann so eingelagert werden, daß man den ganzen Sommer darauf zurückgreifen konnte. Daher waren die Eiskeller tief in die Erde gebaut und gewährleisteten so Winter wie Sommer gleichbleibende kühle Lagertemperaturen für das seiner Zeit leicht verderbliche Produkt Faßbier. Dieser "natürliche Kühlraum" wird auch heute noch von der Fa.Urban & Schütze als Faßbierlager genutzt.
Der "Felsenkeller" hat im Laufe der Jahre oft den Besitzer gewechselt. Er war in
den Jahren 1887 und 1888 von der Messerschmidt Actienbrauerei Bad Homburg als Eiskeller
und Faßbierlager erbaut worden. Danach befand er sich in Besitz der Binding Brauerei und
auch kurzfristig einmal im Besitz des Hauses Feger. Von dort ging er an die Braunfelser Brauerei,
ehe er 1955 von Willi Urban erworben werden konnte. Erst danach konnten wichtige bauliche
Erweiterungen durchgeführt werden, so daß heute nach einer Vielzahl von Baumaßnahmen
eine Lagerfläche von über 700 qm am "Felsenkeller" zur Verfügung steht. Willi Urban führte den Betrieb
nach dem 2. Weltkrieg mit seinem Vater Ewald Urban weiter.
1994 trat Thomas Schütze in die Firma ein. Er hatte nach erfolgreich abgeschlossener Banklehre und anschließendem Betriebswirtschafts-Studium noch ein Jahr bei dem Getränke-Fach-Großhandel Kountz in Radolfzell am Bodensee gearbeitet. Im gleichen Jahr konnte die Firma Urban & Schütze dann in den erworbenen Räumlichkeiten der ehemaligen Schreinerei Maurer einen Getränke-Fach-Markt eröffnen: Das "Getränke DOMIZIL". Das Konzept, das hinter diesem Markt steckt, wurde von Thomas Schütze selbst erfolgreich entwickelt: Auf über 350 qm werden den Kunden alle Arten von Getränken von den Markenprodukten bis hin zu den Spezialitäten wie Weizenbiere, Schwarzbiere, natriumarme Mineralwässer, Mineralwässer ohne Kohlensäure, Heilwässer, Bitter-Getränke, Wein und Sekt, aber auch Geschenk-Ideen und offene Spirituosen zum Selbstabfüllen dargeboten. Im Getränke-DOMIZIL wird vor allen Dingen Wert auf Freundlichkeit, Beratung und Service gelegt. Den Kunden wird z.B. ein Kofferraum-Service geboten, der ihnen beim Aus- und Einladen der Kisten hilft. Selbstverständlich kann man auch bargeldlos zahlen. Das Getränke DOMIZIL wurde daher auch in der Fachpresse vorgestellt.
1997 wurde das Getränke DOMIZIL sogar mit dem VISIO-Preis der Getränke-Zeitung im Wettbewerb um die besten Getränke-Markt-Konzepte ausgezeichnet. Um bei den Konzentrationsprozessen im Handel als mittelständisches Unternehmen nicht aufgerieben zu werden, betreibt die Firma Urban & Schütze mit einem Dutzend weiterer Getränkefachhändlern ein Logistik-Center in Lich, über den der gemeinsame Einkauf abgewickelt wird. Hier geht es zurück in die Gegenwart. |
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